Vorderskopf
Letzte Aktualisierung am von Markus Schmidt
Darum geht es auf dieser Seite:
Der einmalige Vorderskopf im Rißtal
Die Wanderung auf den Vorderskopf im Karwendel führt zu einem der außergewöhnlichsten Gipfel der Region. Mit knapp 2000 Metern Höhe mag der Berg zunächst unscheinbar wirken, doch sein grasbewachsenes, weitläufiges Gipfelplateau ist einzigartig in den Alpen. Statt eines spitzen Gipfels bietet der Vorderskopf eine große Fläche, die fast wie eine grüne Almwiese wirkt – ideal für eine ausgedehnte Rast mit beeindruckender Aussicht. Der Aufstieg beginnt im Rißtal nahe der Kaiserhütte. Der Einstieg zur Tour ist zwar nicht perfekt ausgeschildert, aber nach einer Brücke über den Rissbach führt der Weg durch einen Bergwald, vorbei an einer Jagdhütte und weiter hinauf über steile und teilweise rutschige Pfade.
Gutes Schuhwerk ist hier ein Muss, da der Untergrund an manchen Stellen anspruchsvoll ist. Nach 970 Höhenmetern und etwa 2,5 Stunden erreicht man das Gipfelplateau, von dem man eine traumhafte Aussicht auf das Rißtal, den Ahornboden und die umliegenden Karwendelberge genießt. Diese mittelschwere Tour (Schwierigkeitsgrad „rot“) bietet dir eine unvergessliche Erfahrung in fast unberührter Natur. Einkehrmöglichkeiten gibt es unterwegs nicht, weshalb du dir ausreichend Proviant mitnehmen solltest. Der Rückweg erfolgt auf derselben Strecke, und wer danach noch Energie hat, kann einen Abstecher zur Engalm machen, um dort den berühmten Almkäse zu probieren.
Vorderskopf wandern: Karte und Tourdaten
Zur besseren Orientierung habe ich dir den Wanderweg vom Parkplatz Kaiserhütte bis zum Vorderskopf in die Karte eingezeichnet. Dazu gibt’s die Tourdaten im Überblick:
Höhenmeter | 970 hm |
Streckenlänge | 5 km bis zum Gipfel |
Schwierigkeit | mittel bis schwer |
Dauer | ca. 2,5 Stunden bis zum Gipfel |
In Hinterriss auf den Vorderskopf wandern
Von der Kaiserhütte auf den Vorderskopf wandern
Trotz der Qualitäten ist der Berg nicht überlaufen. Dies liegt sicherlich zum Teil an der schlechten bzw. nicht vorhandenen Beschilderung. Der Einstieg zur Tour befindet sich nahe der Kaiserhütte im Risstal. Gleich hinter der Hütte führt links eine Brücke über den Rissbach. Dahin muss man sich seinen Weg suchen und über den Bach gehen. Jenseits des Rissbachufer verläuft eine Forststraße (im Winter wird hier die Loipe in die Eng für den Skilanglauf Urlaub gespurt). Auf der Forststraße wandern wir links.
Nach gut 10 Minuten zweigt nach rechts ein Forstweg ab (dies ist kurz nach dem Sattelgraben). Von hier zweigt wiederum nach wenigen Metern links ein Wandersteig ab. Ein kleines Behelfsschild zeigt „Vorderskopf“ an. Nun geht es an die Höhenmeter. Knapp 950 Höhenmeter geht es nun bergauf. Es gibt noch einen kurzen Blick auf den Scharfeiter, dann geht es hinein in den Bergwald. Rutschig und steil geht an vielen Stellen im Schlamm nach oben. Wer hier ohne gute Wanderschuhe unterwegs ist, begibt sich in Lebensgefahr! Eine gute Sohle ist Pflicht.
Der Aufstieg ist sonst unspektakulär. Eine Forststraße wird gekreuzt, später ein Stück Bergwiese. Die letzten Meter auf dem Weg zum Gipfel werden steinig, doch oben am Gipfel gibt es die wohl größte Wiese, die es auf einem der Berge im Karwendel gibt. Am nördlichen Rand der Wiese steht ein schmiedeeisernes Kreuz. Hierhin sollte man noch gehen. Der Blick auf die umliegenden Berge wird ergänzt auf den Ausblick ins Risstal. Der Ort Hinterriss mit seinen wenigen Häusern ist zu übersehen. Im Norden sieht man die Kiesbänke des Rissbachs bis nach Vorderriß. Gegen Norden fällt der Vorderskopf steil bergab – das passende Gelände für Gämsen, die sich hier oben den wenigen Wanderern gerne zeigen.
Zurück geht es auf dem gleichen Wanderweg. Wenn man noch Zeit im Sommerurlaub hat, lohnt danach noch ein Ausflug in die Eng zur Engalm, wo es den bekannten Käse bekommt. Der schmeckt nach der Anstrengung besonders gut. Auf dem Wanderweg gibt es nämlich keine Einkehrmöglichkeiten. Der Vorderskopf gehört übrgens zur Gemeinde Vomp, es ist der letzte Berg in Tirol, der nächste Gipfel liegt schon in Bayern.
–> Mehr schöne Bilder: https://www.ahornboden-engalm.com/
Mehr Tourentipps
Wenn dir diese Tour gefällt, wird dir daneben auch der Schafreuter und die Fleischbank gefallen. Beides sind ebenfalls eher unbekannte Gipfel im Bereich des Ahornbodens und bieten dir spektakuläre Ausblicke ins Karwendel.